Errichtung der Stiftung

Die evangelische stiftung hospiz wurde am 14.12.2005 mit einem Festakt im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin des Universitätsklinikums München-Großhadern errichtet. Staatsministerin Christa Stewens brachte in herzlicher Weise ihre Unterstützung zum Ausdruck. Zum Genuss der Patienten und Gäste bereicherten Saxofonist Klaus Kreuzeder und Feinkostkoch Gerd Käfer die Feier. Beide für die gute Sache auf eigene Rechnung.

Ansprache von Schirmfrau Susanne Breit-Keßler

Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen die Errichtung der evangelischen stiftung hospiz zu feiern. An erster Stelle geht mein herzlicher Dank an den Stifter, Herrn Dr. Siegfried Schödel. An erster Stelle geht mein herzlicher Dank an den Stifter, Herrn Dr. Siegfried Schödel. Er bringt den Ertrag seiner Lebensversicherung als Grundstockvermögen für unsere neue Stiftung ein. Er hat seinem Vater und seiner Mutter in Krankheit und Leiden bis zum Tod beigestanden. In dieser Situation wäre ihm eine umfassende und kompetente Sterbebegleitung eine große Hilfe gewesen. Darum will er mit seinem Geld Hospizarbeit und Palliativbetreuung fördern, damit anderen zugute kommt, was er selber vermisst hat. Herrn Dr. Schödel liegt “das evangelische Element”, wie er sagt, bei dieser Aufgabe sehr am Herzen.”
Ziel der neuen Stiftung ist es, die Errungenschaften der Hospizbewegung und die Möglichkeiten palliativer Betreuung in unserer Kirche und Diakonie weiter zu verbrei-ten und zu fördern. Wir tun dies in enger Kooperation mit der Bayerischen Stiftung Hospiz, die beispielhaft ein Netzwerk für Bayern in Sachen Hospiz auf- und immer weiter ausbaut. Unter dem Dach der Bayerischen Stiftung Hospiz hat unsere junge evangelische stiftung hospiz einen sehr guten Platz gefunden. Unsere Kooperation als Dachstiftung und Unterstiftung ist ein ausgezeichnetes Modell: Zwei tun ihre Stärken zusammen, um segensreich für die Gesellschaft zu wirken.
Als Christenmenschen wollen wir weiter wach, bei Trost und bei Verstand die Mög-lichkeiten zum Lebensschutz fördern und bekannt machen, anstatt den schnellen Tod durch die Hand der Mitmenschen herbeizureden. Die Weisheit der Hospizbewe-gung und die Fortschritte in der Palliativbetreuung geben die Chance, unserer Gott gegebenen Aufgabe gerecht zu werden: Leben zu schützen bis zuletzt, behutsam damit umzugehen, dieses kostbare, zerbrechliche Leben in seinen Stärken und Schwächen zu achten bis zum letzten Atemzug.
Es gibt noch viel zu tun. Darum tritt die evangelische stiftung hospiz heute an, um die schon begonnenen Projekte zu stärken und auszubauen. Unser Startkapital sind 50.000 Euro. Das ist ein Anfang, auf dem wir weiter aufbauen können. Ich werbe um weitere Spenden, damit unsere Stiftung Hospizarbeit und Palliativbetreuung erfolg- und segensreich fördern kann.
Sterben gehört wie das Geborenwerden zum Leben. Diese Gesellschaft profitiert in ihrer Humanität davon, wenn sie sich sorgfältig den Abschieden zuwendet, die genommen werden. Wir gewinnen alle an Lebensqualität, wenn wir eine humane Sterbekultur und damit eine menschliche Kultur des Lebens pflegen.